Ein Sack Zement, eine Kabeltrommel, eine Werkzeugkiste: Im Stand ist die Ladung kein Problem. Bei einer Vollbremsung aus 50 km/h wirken auf jeden Gegenstand Kräfte, die ein Vielfaches seines Eigengewichts erreichen. Genau dafür wurden Ladungssicherungsmittel entwickelt. Sie halten die Ladung dort, wo sie hingehört, und schützen Fahrer, Fahrzeug und andere Verkehrsteilnehmer. Wer im Fuhrpark, in der Spedition oder im Handwerk täglich beladen lässt oder selbst belädt, sollte die wichtigsten Mittel und ihre Einsatzbereiche kennen.
In diesem Ratgeber finden Sie einen strukturierten Überblick über die gängigen Ladungssicherungsmittel: von Zurrgurten und Zurrketten über Sperrstangen, Klemmbalken und Spannbretter bis zu Schienensystemen, Netzen, Kantenschonern und rutschhemmenden Unterlagen. Sie erfahren, welches Mittel zu welcher Ladung passt, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und welche Kombinationen sich in der Praxis bewährt haben. Eine begriffliche Abgrenzung vorab: Ladungssicherungsmittel sind die Werkzeuge und Hilfsmittel, mit denen die Sicherung umgesetzt wird. Die zugrundeliegenden Methoden (Kraftschluss, Formschluss, Direktzurren) beschreiben dagegen das Sicherungsprinzip und sind Thema des Ratgebers Arten der Ladungssicherung.
Ladungssicherungsmittel sind Arbeitsmittel, mit denen Ladung auf oder in Transportmitteln gegen die Bewegungen während Transport, Umschlag und Lagerung gesichert wird. Dazu zählen unter anderem Zurrgurte, Zurrketten, Zurrdrahtseile, Tauwerk, Holz, Füllstoffe, Luftkissen und Staupolster, Ladungssicherungsplanen, Ladungssicherungsnetze, Kantenschutz sowie spezielle Bleche und Bänder. Ergänzt werden sie durch fahrzeugseitige Komponenten wie Zurrpunkte, Schienensysteme und Sperrelemente.
Ein wichtiger Unterschied zur Methode: Ein Mittel wie ein Zurrgurt kann sowohl kraftschlüssig (Niederzurren) als auch formschlüssig oder direkt eingesetzt werden. Welche Methode geeignet ist, hängt von Ladung, Fahrzeug und Vorschrift ab. Die rechtliche Grundlage liefert § 22 Abs. 1 StVO: Ladung ist so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutscht, umfällt, hin- und herrollt oder herabfällt. Die VDI-Richtlinie 2700 gilt als anerkannte Regel der Technik und beschreibt die praktische Umsetzung. Für Zurrmittel gelten die Anforderungen der DIN EN 12195-2, für Ladeflächen und Aufbauten die DIN EN 12640.
Die folgenden Kategorien decken den weit überwiegenden Teil der Ladungssicherung im Straßentransport ab. Sie werden in der Praxis fast immer kombiniert, weil eine einzelne Maßnahme selten alle Anforderungen abdeckt.
Zurrgurte sind das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Ladungssicherungsmittel. Sie bestehen aus einem strapazierfähigen Polyestergurt und einem Spannmechanismus, meist einer Ratsche oder einem Klemmschloss. Der Gurt wird über die Ladung gelegt und mit der Ratsche unter Vorspannung gesetzt. So wird die Ladung entweder kraftschlüssig auf die Ladefläche gepresst (Niederzurren) oder direkt mit den Zurrpunkten am Fahrzeug verbunden (Direktzurren).
Zurrgurte sind in unterschiedlichen Breiten und Belastungsklassen erhältlich, typisch sind 25 mm, 35 mm und 50 mm. Jeder Gurt muss ein Prüfetikett nach DIN EN 12195-2 mit Angabe der zulässigen Zurrkraft (LC) und der Vorspannkraft (STF) tragen. Fehlt das Etikett, darf der Gurt nicht eingesetzt werden. Mehr Details zu Auswahl und Einsatz finden Sie in der Shop-Kategorie Gurte.
Zurrketten kommen überall dort zum Einsatz, wo Zurrgurte nicht ausreichen oder sich nicht eignen, etwa bei Baumaschinen, Stahlträgern, schweren Maschinenteilen oder Ladung mit scharfen Kanten. Sie nehmen sehr hohe Zurrkräfte auf und werden in der Regel zum Direktzurren verwendet. Die Auswahl erfolgt über die Güteklasse (z. B. 8 oder 10) und die zulässige Zurrkraft. Wie bei Zurrgurten gilt: Ohne gültige Kennzeichnung und Sichtprüfung darf eine Zurrkette nicht verwendet werden.
Sperrstangen, Klemmbalken und Spannbretter zählen zu den Sperrelementen und werden horizontal oder vertikal im Laderaum eingespannt. Sie schließen Lücken zwischen Ladung und Bordwand oder unterteilen den Laderaum in Abschnitte und schaffen damit einen sauberen Formschluss. Im Transporter, im Kastenwagen und im Sattelauflieger sind sie eine der schnellsten Methoden, eine Teilladung zu sichern.
allsafe bietet hier verschiedene Bauformen für unterschiedliche Einsatzfelder. KIM-Sperrstangen klemmen zwischen den Bordwänden oder in passende Schienen und eignen sich besonders im Transporter. SAM-Klemmbalken und KAT-Sperrbalken sind für höhere Belastungen ausgelegt. PAT-Spannbretter werden bei flacher Ladung eingesetzt und stützen die Ladung großflächig ab. Klassische Ladebalken ergänzen das Programm für schwere Sperrgüter im LKW.
Netze haben in der Ladungssicherung zwei klar getrennte Funktionen. Abdecknetze verhindern, dass leichtes, verwehbares Ladegut wie Laub, Verpackungsmaterial vom Fahrtwind erfasst wird. Sie sind in der Regel ungeprüft und dienen als Abdeckung, nicht als Sicherung. Geprüfte Ladungssicherungsnetze sind hingegen mit einer Lashing Capacity (LC) gekennzeichnet und können auch schwerere Ladung sichern, wenn sie an tragfähigen Zurrpunkten befestigt werden. Die Maschenweite ist auf das Ladegut abzustimmen. Eine Übersicht über die verfügbaren Bauformen finden Sie in der Shop-Kategorie Netze.
Rutschhemmende Unterlagen, häufig als Antirutschmatten bezeichnet, erhöhen die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche. Sie werden zwischen Ladegut und Ladeboden gelegt und reduzieren so die Vorspannkraft, die zum Niederzurren benötigt wird. Wichtig: Antirutschmatten ersetzen nie die aktive Sicherung. Sie sind eine Ergänzung zum Niederzurren, nicht ein eigenständiges Sicherungsmittel. Wirksam sind sie nur, wenn sie unter allen tragenden Auflagepunkten der Ladung liegen. Liegt nur ein Teil der Ladung auf der Matte, entsteht Mischreibung mit reduzierter Wirkung.
Kantenschoner schützen Zurrgurte an scharfkantigen oder rauen Oberflächen vor Beschädigung und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Vorspannkraft gleichmäßig auf die Ladung wirkt. Sie sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich: als einfache Winkel aus Kunststoff oder als hochbelastbare Schutzelemente für die Sicherung von Stahlträgern und Profilen. Bei scharfen Kanten sind Kantenschoner kein Komfort, sondern eine Schutzmaßnahme. Ohne sie kann ein Gurt unter Last innerhalb kurzer Zeit aufreißen.
Schienensysteme sind das Rückgrat einer flexiblen Ladungssicherung im Transporter, Kastenwagen und LKW. Sie werden im Fahrzeug fest verbaut und nehmen Zurrpunkte, Sperrstangen, Sitzadapter oder Sondereinbauten auf. Damit lassen sich Befestigungspunkte stufenlos an die jeweilige Situation anpassen, ohne den Aufbau verändern zu müssen.
Bei allsafe deckt das Schienenprogramm ein breites Spektrum ab. Airlineschienen sind das verbreitetste Profil und ein Standard im Aufbau professioneller Fahrzeuge. Für leichtere Anwendungen oder enge Bauräume eignen sich Mini-Airlineschienen, für besonders hohe Belastungen gibt es Airlineschienen HD.
Schienen allein sichern noch nichts. Sie brauchen passende Aufnahmen, in die Zurrpunkte, oder Halter eingesetzt werden. Diese Verbindungselemente heißen Fittinge und werden bei allsafe unter dem KERL-Programm geführt. Die Kombination aus Schiene und Fitting ist die Grundlage einer flexiblen, jederzeit anpassbaren Sicherung.
Holzlatten, Keile, Stauholz und geschäumte Füllstoffe schließen Lücken zwischen Ladungseinheiten und sorgen so für Formschluss. Bei kleineren Hohlräumen kommen auch Luftkissen, Staupolster oder Wellpappe zum Einsatz. Diese Mittel werden seltener als eigenständiges Sicherungsmittel gesehen, sind aber in vielen Stückgut- und Mischladungen unverzichtbar, weil sie das Verrutschen einzelner Packstücke verhindern.
Zurrpunkte am Fahrzeug sind die Schnittstelle zwischen Zurrmittel und Aufbau. Sie sind nach DIN EN 12640 für die zulässigen Kräfte ausgelegt und mit der entsprechenden Lashing Capacity gekennzeichnet. Wer regelmäßig schwere Lasten transportiert, sollte die Tragfähigkeit und Anzahl der vorhandenen Zurrpunkte vor jeder Beladung gegen die Ladung abgleichen.
In der Praxis kommt selten ein einzelnes Mittel zum Einsatz. Die meisten Sicherungen sind Kombinationen aus Niederzurren, Sperrelementen und rutschhemmenden Unterlagen. Die Auswahl folgt drei Fragen.
1. Welche Form hat die Ladung? Stapelbare, regelmäßig geformte Ladung wie Paletten oder Kartons lässt sich gut formschlüssig an die Bordwände stellen und mit Sperrstangen oder Klemmbalken sichern. Sperrige oder unregelmäßige Ladung wie Maschinen oder Baumaterial verlangt Niederzurren oder Direktzurren mit Zurrgurten oder Zurrketten.
2. Wie schwer ist die Ladung? Leichte Ladung wird oft mit Zurrgurten 25 mm und Antirutschmatten ausreichend gesichert. Schwere Maschinen, Stahlträger oder Coils erfordern stärkere Gurte, häufig auch Zurrketten und mehrere Zurrpunkte gleichzeitig.
3. Wie ist das Fahrzeug ausgestattet? Im PKW und PKW-Anhänger genügen meist Zurrgurte, Spannbretter und Netze. Im Transporter und Kastenwagen kommen Schienensysteme und Sperrstangen hinzu. Im LKW und Sattelauflieger ist eine Kombination aus Zurrpunkten, Schienen, Sperrelementen und Zurrgurten Standard.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die richtige Auswahl ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Ladung, Fahrzeug und gewünschter Sicherungsmethode. Im Zweifel lohnt sich die Beratung, gerade bei wiederkehrenden Transportaufgaben mit individuellen Anforderungen.
Airlineschienen sind Nutprofile, die an den Seitenwänden oder am Boden des Laderaums montiert werden. In die Nut können Zurrhaken, Befestigungsösen oder Halterungen eingeschoben werden. Der Vorteil: Die Befestigungspunkte sind variabel. Je nach Ladung können Sie die Gurte oder Sperren an der richtigen Position anbringen.
Bei allsafe fertigen wir Airlineschienen individuell für Ihren Kastenwagen. Die Schienen werden in der exakten Länge für Ihr Fahrzeug gefertigt, sodass der gesamte Laderaum optimal nutzbar bleibt.
Sperrstangen werden zwischen den Seitenwänden des Kastenwagens gespannt. Sie blockieren die Ladung in Längsrichtung und verhindern, dass Paletten, Kisten oder andere Güter bei einer Bremsung nach vorne rutschen. Die Stangen müssen exakt zur Breite Ihres Laderaums passen. Wir fertigen Sperrstangen maßgeschneidert für Ihr Fahrzeug.
Zurrgurte sind das Standardmittel für die kraftschlüssige Ladungssicherung. Beim Niederzurren wird die Ladung auf die Ladefläche gedrückt; die Reibung hält sie in Position. Die Gurte müssen an festen Befestigungspunkten befestigt werden. Airlineschienen oder Zurrpunkte am Boden sind die sichere Lösung.
Rutschhemmende Matten erhöhen die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche. Sie sind eine einfache Ergänzung zur Zurrsicherung und können die Anzahl der benötigten Gurte reduzieren. Die Matten müssen regelmäßig geprüft und bei Verschleiß ausgetauscht werden.
In der Praxis kommt selten ein einzelnes Mittel zum Einsatz. Die meisten Sicherungen sind Kombinationen aus Niederzurren, Sperrelementen und rutschhemmenden Unterlagen. Die Auswahl folgt drei Fragen.
1. Welche Form hat die Ladung? Stapelbare, regelmäßig geformte Ladung wie Paletten oder Kartons lässt sich gut formschlüssig an die Bordwände stellen und mit Sperrstangen oder Klemmbalken sichern. Sperrige oder unregelmäßige Ladung wie Maschinen oder Baumaterial verlangt Niederzurren oder Direktzurren mit Zurrgurten oder Zurrketten.
2. Wie schwer ist die Ladung? Leichte Ladung wird oft mit Zurrgurten 25 mm und Antirutschmatten ausreichend gesichert. Schwere Maschinen, Stahlträger oder Coils erfordern stärkere Gurte, häufig auch Zurrketten und mehrere Zurrpunkte gleichzeitig.
3. Wie ist das Fahrzeug ausgestattet? Im PKW und PKW-Anhänger genügen meist Zurrgurte, Spannbretter und Netze. Im Transporter und Kastenwagen kommen Schienensysteme und Sperrstangen hinzu. Im LKW und Sattelauflieger ist eine Kombination aus Zurrpunkten, Schienen, Sperrelementen und Zurrgurten Standard.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die richtige Auswahl ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Ladung, Fahrzeug und gewünschter Sicherungsmethode. Im Zweifel lohnt sich die Beratung, gerade bei wiederkehrenden Transportaufgaben mit individuellen Anforderungen.
Die Frage, welche Mittel zur Verwendung im PKW geeignet sind, taucht in der Fahrschule und im Theorieunterricht regelmäßig auf. In der Praxis sind es im PKW vor allem Zurrgurte und Spanngurte sowie Sicherungsnetze, die zum Einsatz kommen. Im Transporter und Kastenwagen kommen Schienensysteme, Sperrstangen und Spannbretter hinzu. Im LKW spielt das gesamte Spektrum eine Rolle: Schienensysteme im Aufbau, Zurrgurte und Zurrketten zum Niederzurren oder Direktzurren, Sperrstangen und Klemmbalken für Teilladungen, Netze für leichtes oder verwehbares Ladegut, Kantenschoner an allen scharfen Kanten und rutschhemmende Unterlagen unter den Auflagepunkten.
Die rechtlichen Anforderungen sind für alle Fahrzeugklassen gleich: Ladung darf bei Vollbremsung oder Ausweichmanöver nicht verrutschen, umfallen oder herabfallen. Was variiert, ist die Auswahl der Mittel und die Komplexität der Sicherung. Vertiefende Ratgeber bieten wir zu den einzelnen Fahrzeugklassen, etwa Ladungssicherung im PKW, Ladungssicherung Transporter, Ladungssicherung im geschlossenen Kastenwagen und Ladungssicherung am PKW-Anhänger.
Ladungssicherungsmittel sind nur dann wirksam, wenn sie geprüft, gekennzeichnet und in einwandfreiem Zustand sind. Drei Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Kennzeichnung. Zurrgurte tragen ein Etikett nach DIN EN 12195-2 mit Angabe der zulässigen Zurrkraft (LC), der Standard-Vorspannkraft (STF) und der Standard-Handkraft (SHF). Zurrketten haben eine entsprechende Kennzeichnung. Netze tragen die Lashing Capacity. Fehlt die Kennzeichnung, darf das Mittel nicht eingesetzt werden.
Sichtprüfung. Vor jeder Beladung sind alle eingesetzten Mittel auf Beschädigungen, Risse, Quetschungen oder Verformungen zu prüfen. Beschädigte Mittel sind sofort auszusondern. Das gilt auch für Zurrpunkte und Schienen am Fahrzeug.
Eignung. Nicht jedes Mittel passt zu jeder Ladung. Empfindliche Güter brauchen flächige Verteilung der Vorspannkraft, scharfkantige Ladung braucht Kantenschoner, schwere Maschinen brauchen Zurrketten oder hochfeste Zurrgurte. Eine fehlerhafte Auswahl ist auch dann ein Mangel, wenn das Mittel selbst einwandfrei ist.
Bei wiederkehrenden Transportaufgaben empfiehlt sich ein abgestimmtes System: Schienen im Aufbau, passende Fittinge und Zurrpunkte, dazu ein Set aus Zurrgurten, Sperrstangen und rutschhemmenden Unterlagen. Bei allsafe entwickeln und fertigen wir solche Lösungen seit über 20 Jahren VDI-konform und Made in Germany. Standardsysteme sind in der Regel innerhalb von 24 Stunden versandfertig, individuelle Aufbauten werden auf das Fahrzeug und die Ladung abgestimmt. Eigentlich gilt Stückzahl bis 20 innerhalb von 24 h und alles andere entsprechend länger.
In Kontrollen und Schadensfällen tauchen immer wieder dieselben Muster auf: Zurrgurte ohne Prüfetikett, fehlende Kantenschoner an scharfen Profilen, Antirutschmatten nur unter einem Teil der Ladung, Sperrstangen, die in nicht tragfähige Bordwände gepresst werden, oder Netze ohne LC-Kennzeichnung als Sicherung schwerer Ladung. Häufig ist auch die Vorspannkraft zu niedrig, weil die Ratsche nicht vollständig nachgespannt wurde, oder der Zurrwinkel zu flach, sodass nur ein Bruchteil der Vorspannkraft auf die Ladung wirkt. Wer im Fuhrpark eine kurze Schulung mit Sichtprüfung und korrekter Anwendung der Mittel etabliert, vermeidet einen Großteil dieser Fehler.
Sie möchten wissen, welche Ladungssicherungsmittel zu Ihrer Ladung und Ihrem Fahrzeug passen? Wir beraten Sie individuell und liefern das gesamte Programm aus einer Hand.
Was sind Ladungssicherungsmittel?
Ladungssicherungsmittel sind Werkzeuge und Hilfsmittel, mit denen Ladung auf oder in Transportmitteln gegen die Beanspruchungen während der Fahrt gesichert wird. Dazu gehören unter anderem Zurrgurte, Zurrketten, Sperrstangen, Klemmbalken, Spannbretter, Schienensysteme, Netze, Kantenschoner und rutschhemmende Unterlagen. Die rechtliche Grundlage liefert § 22 Abs. 1 StVO, die VDI 2700 beschreibt die anerkannte praktische Umsetzung.
Welche Ladungssicherungsmittel sind im PKW geeignet?
Im PKW kommen vor allem Zurrgurte und Spanngurte sowie Sicherungsnetze zum Einsatz. Bei Bedarf werden sie durch rutschhemmende Unterlagen ergänzt. Schwere oder sperrige Ladung sollte generell nicht im PKW transportiert werden, sondern im Anhänger oder Transporter, wo zusätzlich Schienensysteme und Sperrelemente zur Verfügung stehen.
Was ist der Unterschied zwischen Ladungssicherungsmitteln und Methoden der Ladungssicherung?
Mittel sind die konkreten Werkzeuge und Hilfsmittel, also Zurrgurte, Sperrstangen, Schienen, Netze und Antirutschmatten. Methoden beschreiben das zugrundeliegende Sicherungsprinzip: kraftschlüssige Sicherung durch Niederzurren, formschlüssige Sicherung durch lückenlose Verladung oder Sperrelemente, sowie das Festzurren mit Zurrgurten. Ein und dasselbe Mittel kann je nach Anwendung unterschiedliche Methoden umsetzen.
Welche Hilfsmittel sind im LKW Pflicht?
Eine starre Pflichtausstattung gibt es nicht. Maßgeblich ist § 22 Abs. 1 StVO: Die Ladung muss bei Vollbremsung oder Ausweichmanöver gesichert sein. Welche Mittel dafür nötig sind, ergibt sich aus Ladung, Fahrzeug und Methode. In der Praxis gehören geeignete Zurrgurte oder Zurrketten, ausreichend tragfähige Zurrpunkte, Kantenschoner und passende Sperrelemente zur Grundausstattung. VDI 2700 und die einschlägigen Normen wie DIN EN 12195-2 und DIN EN 12640 liefern die fachliche Grundlage.
Wie wähle ich das richtige Ladungssicherungsmittel aus?
Drei Fragen führen zur Auswahl: Welche Form hat die Ladung (regelmäßig oder unregelmäßig)? Wie schwer ist sie? Wie ist das Fahrzeug ausgestattet? Aus den Antworten ergibt sich die Kombination aus Mitteln. Bei wiederkehrenden Transportaufgaben lohnt sich ein abgestimmtes System aus Schienen, Zurrpunkten, Sperrelementen und Zurrgurten. Im Zweifel ist eine individuelle Beratung der schnellste Weg zur passenden Lösung.
Welche Bußgelder drohen bei fehlenden oder falschen Ladungssicherungsmitteln?
Bei nicht ausreichender Sicherung beginnen die Bußgelder im niedrigen zweistelligen Bereich und können bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall deutlich höher ausfallen, einschließlich eines Punkts in Flensburg. Halter und Verlader können neben dem Fahrer belangt werden. Maßgeblich ist immer der jeweils aktuelle Bußgeldkatalog. Eine vertiefende Darstellung finden Sie im Ratgeber Ladungssicherung Strafe.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung oder fachliche Beratung. Alle Angaben zu Gesetzen, Normen und Vorschriften wurden sorgfältig recherchiert, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität. Bußgeldsätze und gesetzliche Regelungen können sich ändern; maßgeblich ist der jeweils aktuelle Bußgeldkatalog. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt für Transportrecht oder einen Sachverständigen für Ladungssicherung.